DÜSSELDORF (LEBEN AM RHEIN)


Der Rhein prägt vollkommen das Bild der Stadt;

ein jeder das Bild in seiner Seele hat,

der liebevoll sich zu dieser Stadt bekennt

und keinen schön'ren Platz zum Leben kennt.


Die weiten Ufer säumen weiße Strände, 

der Sand rieselt gerad' durch meine Hände.


Das Wasser zieht ruhevoll an mir vorbei,

macht den geschäftigen Geist wieder frei, 

der mit dem Wasser Richtung Meer hinzieht,

das das innere Auge bereits vor sich sieht.

DIE BRÜCKE


Mit Pfeilern verankert in der Erde,

führt eine Brücke über den Rhein,

dennoch ohne jede Schwere

ragt sie in den Himmel hinein.


An scheinbar schmalen Streben

wird schweres Gewicht gehalten,

und klein wirken die Gestalten,

die über sie hinüberschweben.


Erst als ich die Brücke überquer',

wird mir bewusst, wie sehr ...

mich dieses Bauwerk fasziniert,

welches sich gen Himmel verliert.

GROßSTADTLEBEN


Straßenbahnverkehr,

die Straße laut, der Kopf ist leer,

Plakate werben schrill -

Stadt-Idyll.


Taube picken auf dem Gehweg,

Menschen in Cafés redselig,

die Stadtluft stickig wahrnehmend,

doch Menschenmengen sie belebend.


Wie der Mensch auf dem Land

ist schlicht von der Natur gebannt,

ist's in der Stadt das Straßenleben,

dem die Menschen sich ergeben.

DÜSSEL-DORFLEBEN 


Wie ein Dorf wirkt der Teil der Stadt,

in der es kein Mensch eilig hat.

Die Leute sitzen im Café gemütlich

als wär' die helle Sonne südlich.


Andere schlendern durch die Gassen,

die an alte Zeiten denken lassen,

Häuser, die sich an die Straßen ducken,

kleine Fenster scheinbar auf die Straße gucken.


Die Menschen sich einander kennen, 

nicht kopflos durch die Straßen rennen

wie die Menschen in der Innenstadt, 

die heimlich sind des Lebens satt.

WIE LEICHTE WOLKEN 


Im Biergarten allein, ohne einsam zu sein,

fröhliche Menschen, ich schau' über'n Rhein;

die Gedanken folgen dem Wind,

die flüchtig und ihm ähnlich sind.


Die Gedanken kommen und ziehen,

leicht wie Wolken, die gen Himmel fliehen,

weiße Schicht um Schicht,

ziehen sie friedlich Richtung Licht.

DAS SCHLOSS


Am Rhein: Rosa Farbe, barocker Stuck,

steht das alte Schloss ganz schmuck;

von einem prächtigem Park umgeben

spricht es von vergangenem Leben.


Zum Feste wurde hier geladen, 

und man traf sich auch zum Jagen,

im daran angrenzenden Wald

scheint' s noch, dass die Büchse knallt.


Fest und Jagd sind längst verklungen,

werden nur in Liedern noch besungen,

doch bestehen blieb das alte Schloss,

solange Wasser noch im Rheine floss. 

FREIHEIT EINES SOMMERABENDS


Abends die Sommerluft genießen,

gelbe Glühbirnen ihr Licht ergießen

über die Restaurant-Terrasse

der belebten Altstadtgasse.


Die Menschen reden, lachen, sind entspannt,

ein jeder hat den Moment für sich erkannt,

sich hinzugeben und wirklich leben,

mit rotem Wein aus bunten Reben.


Fröhlichkeit erfüllt die Nacht,

die Alltäglichkeit vergessen macht,

und in Stille, ganz sacht,

die Freiheit über allem wacht.

DÜSSELDORF -

VON ALLTÄGLICHEM UND WUNDERVOLLEM


Draußen fahren Straßenbahnen,

im Café kann ich das Glück erahnen,

während ich sitze und schreibe

und bei den Gedanken verbleibe,


nehme ich das Stadtleben wahr,

das ich nie lebendiger sah;

ganz inspiriert von diesem Orte

schreibe ich konzentriert die Worte


von Alltäglichem und Besonderem,

von Einfachem und Wundervollem.